Die Motoreinheit SA134

Der Kontrast der weißen, gelben und schwarzen Farbe auf der Einheit SA134 mit den grünen Wäldern wird langsam ein übliches Motiv der Fotografien auf diesen Seiten. Stellen wir uns also näher das Fahrzeug vor, das in den nächsten Jahren ein regelmäßiger Besucher des Bahnhofs Kořenov zu sein sollte.

Am Ende der 80. Jahre war der polnische Eisenbahnverkehr in einem tiefen Verfall, als die ganze kommunistische Wirtschaft. Wahnsinnige ökonomische Entscheidungen, vor allem der Plan des intensiven Übergangs zur elektrischen Traktion (dessen Folge auch die Erneuerung des elektrischen Betriebs nach Szklarska Poręba im Jahre 1987 war), führte zum unrentabelen Betrieb und zur stufenweisen Verschließung der Strecken.

Aber die Veränderung der politischen Verhältnisse, die mit der stufenweisen Demokratisierung nach dem Jahre 1989 repräsentiert wurde, zeigte sich auf der Eisenbahn gar nicht.

Die polnischen Eisenbahnen hatten wenige Erfahrungen mit dem Betrieb der Motorwagen. Erst am Anfang der 90. Jahren erschienen die ersten Motorwagen aus der polnischen Produktion – auf ihre Erzeugung orientierte sich die ehemalige Eisenbahnreparaturwerkstatt ZNTK Poznań, dann auch die Gesellschaften Kolzam Racibórz und vor allem PESA, früher ZNTK Bydgoszcz.

Diese Gesellschaft stellte im Jahre 2001 den ersten Motorwagen mit der modernen Konstruktion der Reihe SA106 vor. Weil der Wagen der Reihe SA106 auf dem polnischen Markt zwischen den Konkurrenzprodukten am besten bestand (gemeinsam mit der Version SA103 mit der geringeren Leistung wurden insgesamt 32 Wagen zugeliefert), kam noch die zweiteilige Version mit der größeren Kapazität an die Reihe.
Als der erste fuhr im Jahre 2005 der Prototyp der einmotorigen Wagen der Reihe SA131 aus, aber die folgenden Serien wurden schon mit zwei Motoren, die das gehörige Drehgestell trieben, ausgestattet (d. h. das System B´2´B´). Die Unterschiede zwischen der Reihen SA132, SA133 und SA134 bestehen also nur im Typ und in der Leistung von benutzten Motoren (Hersteller MAN oder MTU, die Leistung von 350 bis 390 kW).
Die Motoreinheit SA134 (Produktionstyp 218Md) besteht aus zweit Teilen, die auf dem gemeinsamen Jakobs-Drehgestell gelagert sind und mit einem Übergangsbalg verbunden sind. Die Gesamtlänge der Einheit ist 41,7 m, die maximale Konstruktionsgeschwindigkeit 140 km/St. (Betriebsgeschw. max. 120 km/St.) und das Dienstgewicht 77 Tonnen.

Übersetzung Lucie Peláková